Ilvesheim blüht auf 30. April 202630. April 2026 Erfreulicherweise wurde die Gemeinde Ilvesheim 2026 als eine von 15 Kommunen für das Projekt „Natur nah dran“, ausgewählt. – Ein Projekt für die biologische Vielfalt in Kommunen, das in Kooperation von NABU und dem Land Baden-Württemberg durchgeführt und vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft gefördert wird. Ziel ist es, öffentliche Flächen in naturnahes Grün umzuwandeln. Wir hatten bereits 2019 in Absprache mit der Gemeinde Ilvesheim einen Teil der Grünfläche an der Rampe zum Rewe zwischen Ringstraße und Damm in eine Bienenwiese umgewandelt. Diese ändert sich seither von Jahr zu Jahr. Trockene Sommer und begrenzte Möglichkeiten zum Gießen führten dazu, dass wir nichts mehr aussäen, sondern Stauden und Zwiebeln gepflanzt haben. Ebenso wurde ein Bienenhotel, gestiftet vom Vogel- und Naturschutzverein, aufgestellt. Leider wurde unser Holzschild „Blühwiese“ mehrfach abgerissen und trotz starker Befestigung vor einigen Monaten komplett entfernt. Es ist nicht mehr aufzufinden. Für uns eine Tat, die nicht nachvollziehbar ist. Wie bereits berichtet, haben wir in diesem Jahr ein weiteres Stück der Fläche zur Pflege übernommen und den gesamten Blühstreifen mit Unterstützung einer Gärtnerin komplett neugestaltet. Neben neuen Sträuchern und einer Vielzahl von bienenfreundlichen Stauden gibt es nun auch eine Eidechsenmauer, Sand und Totholz. Aktuell blühen und können bewundert werden: Armenische Traubenhyazinthe (Reste), Vielblütiger Weißwurz, Borretsch, Traubige Katzenminze, Rotes Seifenkraut, Echter Beinwell, Vielfarbige Wolfsmilch, Berg-Flockenblume, Blut-Storchschnabel, Kriechender Hahnenfuß, Zimt-Erdbeere, Immergrüne Schleifenblume. Damit die Pflanzen gut einwachsen und den Insekten Nahrung bieten können, ist derzeit eine regelmäßige Bewässerung durch uns notwendig. Insekten sind nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Kleinsäuger, sie bestäuben Blumen, Gemüse und Obst und sind damit auch für uns Menschen von großer Bedeutung. Für die Kommune bedeuten naturnahe Grünflächen langfristig weniger Pflege und Personalaufwand. Heimische Wildpflanzen sind perfekt an örtliche Bedingungen angepasst, kommen besser mit Hitzeperioden zurecht und benötigen keine Düngung. Sie verbleiben im Boden und bieten Insekten und anderen Tieren ein dauerhaftes Zuhause. Mit kleinen Inseln der Artenvielfalt können Lebensräume für Tiere vernetzt werden. Und eine bunt blühende Bienenwiese ist ein Blickfang für die Bevölkerung. Aber nicht nur die Kommune kann auf ihren Flächen die biologische Vielfalt fördern, wie jetzt mit dem Projekt „Natur ganz nah“ geplant – eine naturnahe Bepflanzung kann jede/r anlegen, sei es durch heimische Sträucher, Kräuter und Blumen mit ungefüllten Blüten. Um Bienenstauden zu pflanzen, genügt auch ein Balkonkasten oder ein Blumentopf vor der Haustür. Außerdem gefällt Insekten ein wenig „Unordnung“ mit Beikräutern im Garten. Machen Sie mit!